Theater-AG am Gymnasium Großburgwedel - Anmerkungen eines Beteiligten
von Rafael Rybandt
Zehn Jahre –zehn Stücke
Neustart mit Dostoevskijs "Die Dämonen"
Gruppenerlebnis Theater AG
Aller Anfang...
Doch natürlich ist jeder Anfang schwer, und so muß bei jedem Neumitglied von vorne mit der Arbeit begonnen werden: Deutlichkeit in der Aussprache, Gestik, Mimik, der Gang - all diese Komponenten des Schauspiels müssen erarbeitet werden. Ist dieses erreicht, wird die Kulisse in Eigenregie entwickelt und gebaut. Dies ist auch ein Vorteil der Theater AG. Viele Wünsche und Vorstellungen werden beraten und in der Gruppe ausdiskutiert. Zugleich näht schon die gute Seele der Theater AG, Sabine Grüne, originalgetreue, maßgeschneiderte Kostüme. Und dann, wenn es Ernst wird, kommen weitere unentbehrliche AG-ler hin- zu: die Beleuchterriege, die unter Streß-Hochdruck arbeiten muß und manches Mal noch Minuten, bevor der Vorhang sich hob, die Beleuchtungsanlage wieder repariert hat - mitunter sogar, vom Zuschauer unbemerkt, während die Aufführung lief. Die Beleuchtungsanlage in der Aula des Gymnasiums ermöglicht effektvolle Lichtgestaltung, die für die Wirkung eines Theaterstückes von unerhörter Bedeutung ist. Und was wäre eine Theateraufführung ohne die Maske - seit Jahren von Sabine Grüne ebenso gekonnt realisiert wie die Kostüme, wobei sie mit vier Schülerinnen als weitere Maskenbildnerinnen wahre Wunderwerke der Veränderung an den Schauspielern vollbringt. Auch hier gilt es, regelmäßig neue Mitarbeiter einzuarbeiten, denn länger als maximal 3 -4 Jahre stehen die Schminkkünstlerinnen der AG nicht zur Verfügung. Auch das Vorhandensein von Requisitenartikeln oder Möbelstücken will bedacht und verwirklicht sein:
Generationen von Schülereltern haben ihre Möbel auf der Bühne des Gymnasiums wieder sehen können, und was die Requisite betrifft, so gab es auch hier im Laufe der Jahre immer wieder Engagierte, die Taschenuhren, Palmwedel, Pistolen, Säbel u. ä. zur Verfügung stellten. Vieles aber muß immer wieder neu hergestellt werden: So erlebt der Besucher der „Pension Schöller“ in diesem Jahr die Auferstehung von alten Zeitungen, die historisch originalgetreue oder originalgetreu wirkende Gestalt bekommen müssen: So etwa das "Militärwochenblatt", nach dem in der allerersten Szene der aus der Armee entlassene Major a. D. so laut verlangt All diese Faktoren: Schauspieler, Bühnenbild, Kostüme, Maske, Licht, Requisiten, Musik - sie sind die Garanten für eine selbständiges und attraktives Schülertheater, das sich sehen lassen kann. Und so heißt es auch in diesem - dem zehnten Jahr - wieder: Vorhang auf!
Und allen Zuschauern, den alten Getreuen ebenso wie denen, die jetzt erst dazukommen, wünschen wir:
Herzlich Willkommen in der PENSION SCHÖLLERl



